Tomatenpesto selber machen mit getrockneten Tomaten

Kunigunde Voss .

23. Mai 2026

Ein Glas mit aromatischem Tomaten Pesto, daneben getrocknete Tomaten.
Ein Glas aromatisches Tomatenpesto verwandelt einfache Pasta, geröstetes Brot oder gegrilltes Gemüse in wenigen Minuten in ein italienisch inspiriertes Gericht. Ich zeige, welche Zutaten den Unterschied machen, wie das rote Pesto gelingt, welche Varianten sinnvoll sind und wie Sie es sicher aufbewahren.

Die wichtigsten Handgriffe für aromatisches Pesto aus Tomaten

  • Getrocknete Tomaten liefern die intensivste Würze und eine konzentrierte Fruchtigkeit.
  • Mandeln oder Pinienkerne geben Struktur, Cremigkeit und einen nussigen Geschmack.
  • Für eine gute Konsistenz wird das Pesto mit Olivenöl und etwas Nudelwasser verdünnt.
  • Die Sauce passt zu Pasta, Brot, Gnocchi, Fisch und Gemüse.
  • Selbst gemachtes Pesto gehört in den Kühlschrank und sollte zügig verbraucht oder eingefroren werden.

Nudelsalat mit gegrilltem Gemüse, Mozzarella und einem Hauch von Tomaten Pesto.

Was ein gutes Tomatenpesto ausmacht

Mit Tomatenpesto ist meist das italienische Pesto rosso gemeint, eine kräftige rote Sauce auf Basis getrockneter Tomaten. Anders als eine gekochte Tomatensauce wird sie roh püriert oder im Mörser zerstoßen. Dadurch bleibt der Geschmack konzentriert, fruchtig und leicht salzig.

Die klassische Richtung kommt vor allem mit getrockneten Tomaten, Olivenöl, Knoblauch, Hartkäse und Nüssen aus. Je nach Rezept werden Mandeln, Pinienkerne oder Walnüsse verwendet. In sizilianischen Varianten spielen Mandeln und frische Kräuter eine größere Rolle als Basilikum allein.

Ich bevorzuge Tomaten, die in Öl eingelegt sind. Sie sind weich, sofort einsatzbereit und bringen bereits Würze mit. Sehr trockene Tomaten funktionieren ebenfalls, müssen aber vorher in heißem Wasser eingeweicht und gut abgetropft werden, sonst wird die Sauce schnell faserig und zu fest.

Das Grundrezept mit getrockneten Tomaten

Zutaten für etwa 250 Gramm

  • 150 g getrocknete Tomaten, am besten in Öl eingelegt
  • 40 g blanchierte Mandeln oder Pinienkerne
  • 40 g fein geriebener Parmesan oder Pecorino
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 60 bis 80 ml hochwertiges Olivenöl
  • 6 bis 8 Basilikumblätter
  • 1 TL Zitronensaft
  • schwarzer Pfeffer und bei Bedarf etwas Salz
Bei eingelegten Tomaten reicht zunächst wenig zusätzliches Salz. Der Käse und das Einlegeöl können bereits sehr würzig sein. Ein Spritzer Zitronensaft wirkt nicht wie eine eigene Zutat, sondern hebt die Fruchtigkeit an und verhindert, dass das Pesto schwer wirkt.

Zubereitung in wenigen Schritten

  1. Die Tomaten abtropfen lassen. Sehr trockene Exemplare etwa 10 Minuten in heißem Wasser einweichen und anschließend gründlich ausdrücken.
  2. Mandeln oder Pinienkerne ohne Öl kurz rösten, bis sie duften. Danach vollständig abkühlen lassen.
  3. Tomaten, Nüsse, Knoblauch, Basilikum und Käse in einen Mixer geben und grob zerkleinern.
  4. Das Olivenöl langsam einarbeiten, bis eine dicke, streichfähige Paste entsteht.
  5. Mit Zitronensaft und Pfeffer abschmecken. Für Pasta das Pesto mit etwas heißem Nudelwasser cremiger rühren.

Das Pesto sollte nicht zu lange auf höchster Stufe gemixt werden. Durch die Reibungswärme kann das Basilikum an Farbe verlieren, während der Käse bitterer wirkt. Ich lasse bewusst eine leicht körnige Struktur stehen, weil sie auf Pasta mehr Charakter hat als eine völlig glatte Creme.

Welche Zutaten Sie austauschen können

Das Rezept ist flexibel, aber nicht jeder Austausch wirkt sich gleich aus. Besonders die Nüsse verändern Mundgefühl und Aroma, während das Öl vor allem die Konsistenz steuert.

Zutat Gute Alternative Geschmack und Wirkung
Mandeln Pinienkerne Feiner, buttriger und etwas eleganter
Mandeln Walnüsse Herzhafter, kräftiger und leicht herb
Parmesan Pecorino Salziger und würziger, deshalb vorsichtiger salzen
Basilikum Rucola Deutlich pfeffriger und ideal für rustikale Pasta
Olivenöl Öl der eingelegten Tomaten Intensiver, aber oft salziger und schwerer

Für eine mildere Version können Sie einen Teil der Tomaten durch geröstete rote Paprika ersetzen. Frische Tomaten eignen sich ebenfalls, ergeben aber ein deutlich wässrigeres Pesto mit kürzerer Haltbarkeit. Dann sollte die Sauce sofort serviert und nicht als Vorrat eingeplant werden.

Wer vegan kocht, ersetzt den Hartkäse durch Hefeflocken oder zusätzlich geröstete Nüsse. Das Ergebnis wird nicht identisch, erhält aber genug Umami, also einen herzhaften Geschmack, um auch ohne Käse rund zu wirken.

So wird die Sauce zur richtigen Pasta

Rotes Pesto ist kräftig genug, um auch kurze, geriffelte Nudeln zu begleiten. Fusilli, Penne und Rigatoni nehmen die dicke Sauce besonders gut auf. Bei Spaghetti funktioniert sie ebenfalls, wenn Sie sie vorher mit zwei bis drei Esslöffeln Nudelwasser lockern.

Für zwei Portionen reichen meist 80 bis 100 g Pesto. Mischen Sie es nicht direkt in der heißen Pfanne bei voller Hitze, sondern geben Sie die gekochte Pasta in eine Schüssel und rühren Sie die Sauce dort unter. So bleibt das Aroma frischer und der Käse flockt weniger aus.

Weitere passende Kombinationen

  • Bruschetta mit Mozzarella, Rucola oder gegrillter Zucchini
  • Gnocchi mit etwas Sahne oder Frischkäse
  • Gegrilltes Gemüse wie Aubergine, Paprika und Zucchini
  • Fisch mit mildem Geschmack, etwa Kabeljau oder Seeteufel
  • Hähnchen oder Tofu als würzige Marinade oder Füllung

Besonders gelungen finde ich die Kombination mit Burrata. Die kühle, milde Cremigkeit gleicht die salzige Intensität der Tomaten aus. Bei sehr würzigem Pecorino würde ich dagegen auf zusätzliche Oliven, Kapern oder Sardellen verzichten, sonst wird das Gericht schnell überladen.

Typische Fehler und die passende Lösung

Das Pesto ist zu salzig

Das passiert häufig, wenn eingelegte Tomaten, Käse und zusätzliches Salz zusammenkommen. Verdünnen Sie die Sauce mit ungesalzenem Nudelwasser, mehr Tomaten oder einer kleinen Menge ungesalzener Mandeln. Rohe Kartoffel oder Zucker kaschieren den Fehler nur und passen geschmacklich selten überzeugend.

Die Konsistenz ist zu trocken

Sehr trockene Tomaten, zu wenig Öl oder zu langes Stehen können die Paste fest machen. Ein bis zwei Esslöffel Wasser, Olivenöl oder Nudelwasser bringen sie meist zurück in eine cremige Form. Für Brot darf das Pesto dicker sein, für Pasta sollte es deutlich weicher ausfallen.

Der Knoblauch dominiert

Eine ganze große Knoblauchzehe kann 250 Gramm Pesto überdecken. Ich beginne lieber mit einer kleinen Zehe und lasse die fertige Sauce 15 bis 20 Minuten ruhen. Danach wirkt der Geschmack runder und lässt sich besser beurteilen.

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Das Pesto wird bitter

Zu stark geröstete Nüsse, altes Olivenöl oder übermäßiges Mixen sind die häufigsten Ursachen. Rösten Sie die Nüsse nur hellgolden und verwenden Sie ein mildes bis mittelkräftiges Öl. Ein paar Tropfen Zitronensaft können abrunden, einen verbrannten Geschmack aber nicht vollständig retten.

Haltbarkeit und sichere Aufbewahrung

Frisch zubereitetes Pesto füllen Sie in ein sauberes, gut verschließbares Glas und bewahren es sofort im Kühlschrank auf. Eine dünne Ölschicht schützt die Oberfläche vor Luft, macht das Produkt aber nicht automatisch dauerhaft haltbar. Das Bundesinstitut für Risikobewertung weist besonders bei selbst hergestellten Mischungen aus Gemüse, Kräutern, Knoblauch und Öl auf ein mögliches Botulismusrisiko hin.

Deshalb würde ich eine hausgemachte Variante mit Knoblauch spätestens am nächsten Tag verbrauchen, wenn sie nicht vor dem Essen ausreichend erhitzt wird. Für längere Vorräte ist Einfrieren die bessere Lösung. Kleine Portionen in Eiswürfelformen lassen sich später direkt in die warme Pasta geben.

Geöffnetes gekauftes Pesto richtet sich nach dem Hinweis auf dem Etikett. Es gehört in den Kühlschrank und sollte mit sauberem Besteck entnommen werden. Bei ungewöhnlichem Geruch, Bläschenbildung, Schimmel oder aufgeblähtem Deckel gilt unabhängig vom Datum, dass es entsorgt werden sollte.

Mit dieser Methode gelingt die italienische Würze zuverlässig

Der größte Unterschied entsteht nicht durch eine lange Zutatenliste, sondern durch gute Tomaten, ein ausgewogenes Verhältnis von Öl und Nüssen sowie vorsichtiges Abschmecken. Für den Alltag empfehle ich eingelegte Tomaten, Mandeln und Parmesan. Diese Kombination ist unkompliziert, kräftig und lässt sich sowohl zu Pasta als auch als Brotaufstrich einsetzen.

Bereiten Sie lieber eine kleine Menge zu und frieren Sie Reste ein, statt ein großes Glas wochenlang im Kühlschrank aufzubewahren. So bleibt das Pesto aromatisch, vielseitig und sicher, genau so, wie eine gute italienische Sauce sein sollte.

Dieser Artikel dient ausschließlich Informations- und Bildungszwecken. Das Material wurde mit Unterstützung moderner Analyse- und Sprachwerkzeuge (KI) erstellt. Konsultieren Sie vor einer Entscheidung einen Experten.

Häufig gestellte Fragen

Getrocknete Tomaten in Öl sind weich, sofort einsatzbereit und bereits würzig. Sehr trockene Tomaten sollten etwa 10 Minuten in heißem Wasser eingeweicht und anschließend gründlich ausgedrückt werden.
Für zwei Portionen reichen meist 80 bis 100 g Pesto. Rühren Sie es mit zwei bis drei Esslöffeln heißem Nudelwasser glatt und mischen Sie es erst danach unter die Pasta, damit der Käse nicht ausflockt.
Mandeln können durch Pinienkerne oder Walnüsse ersetzt werden. Pecorino schmeckt salziger als Parmesan, Rucola macht das Pesto pfeffriger und ein Teil der Tomaten lässt sich durch geröstete rote Paprika ersetzen.
Hausgemachtes Pesto mit Knoblauch sollte im Kühlschrank aufbewahrt und spätestens am nächsten Tag verbraucht werden, sofern es nicht vor dem Essen ausreichend erhitzt wird. Für längere Vorräte ist Einfrieren in kleinen Portionen die bessere Lösung.
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Autor Kunigunde Voss
Kunigunde Voss
Mein Name ist Kunigunde Voss und ich beschäftige mich seit 4 Jahren intensiv mit der italienischen Küche, dem Wein und dem Aperitivo. Was mich an dieser faszinierenden Welt so reizt, ist die Leichtigkeit und Lebensfreude, die sie vermittelt. Ich liebe es, die Geheimnisse hinter authentischen Rezepten zu lüften, die perfekte Weinbegleitung zu finden und die Kunst des Aperitivos näherzubringen. Dabei lege ich Wert darauf, mein Wissen fundiert aufzubereiten und Ihnen verständlich zu präsentieren, damit Sie die italienische Lebensart auch zu Hause genießen können.
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