Pizza Burrata richtig zubereiten - so bleibt der Boden knusprig

Tina Oswald .

28. Oktober 2026

Pizza Burrata mit frischen Tomaten, Rucola und einem ganzen Burrata-Käse in der Mitte. Ein Genuss für Augen und Gaumen!

Eine Pizza mit cremiger Burrata wirkt auf den ersten Blick unkompliziert, gelingt aber nur, wenn Temperatur, Belag und Reihenfolge stimmen. Bei einer Pizza Burrata entscheidet vor allem der Moment, in dem der Käse auf den Teig kommt, über eine seidige Mitte oder einen wässrigen Boden. Ich zeige, welche Zutaten harmonieren, wie ich den Teig vorbereite und welche Fehler ich zu Hause immer vermeiden würde.

Die wichtigsten Regeln für cremigen Pizzagenuss

  • Burrata erst nach dem Backen auf die heiße Pizza geben.
  • Für eine 30-cm-Pizza reichen meist 100 bis 125 g Burrata.
  • Die besten Gegenspieler sind Tomate, Basilikum, Rucola, Prosciutto oder geröstetes Gemüse.
  • Ein Pizzastahl oder Stein braucht im Haushaltsbackofen 45 bis 60 Minuten Vorheizzeit.
  • Die fertige Pizza höchstens 1 bis 2 Minuten abkühlen lassen, bevor der Käse daraufkommt.

Warum Burrata erst nach dem Backen auf die Pizza kommt

Burrata besteht aus einer äußeren Mozzarellahülle und einem weichen Inneren aus Stracciatella und Sahne. Im heißen Ofen wird diese Füllung sehr schnell flüssig. Das ist nicht grundsätzlich falsch, aber bei der üblichen Backzeit verliert der Käse seine schöne Struktur und kann den Boden unnötig feucht machen.

Ich gebe Burrata deshalb erst auf die fertig gebackene Pizza. Die Restwärme macht sie weich, ohne die cremige Mitte vollständig zu zerstören. Beim Anschneiden verteilt sich die Füllung dann fast wie eine Sauce über Tomaten und Teig, während der Rand knusprig bleibt.

Anders als klassische Fior-di-latte-Mozzarella braucht Burrata keine lange Ofenhitze, um appetitlich zu schmelzen. Wer trotzdem einen leicht warmen Käse bevorzugt, legt ihn in kleinen Stücken auf die Pizza und serviert sie sofort nach dem Backen. Ich würde ihn aber nicht von Anfang an mitbacken.

Welche Beläge die cremige Mitte tragen

Tomate und Basilikum für den klaren Klassiker

Eine dünne Schicht passierte Tomaten, etwas Salz, Olivenöl und frisches Basilikum reichen völlig aus. Die Säure der Tomate schneidet durch die Sahne der Burrata und verhindert, dass die Pizza schwer wirkt. Bei sehr saftigen Tomaten reduziere ich die Menge lieber auf 70 bis 80 g pro Pizza, damit der Teig trocken bleibt.

Rucola und Prosciutto für mehr Kontrast

Rucola kommt erst nach dem Backen auf den Fladen, sonst verliert er seine Frische und wird schnell bitter. Dünn geschnittener Prosciutto passt ebenfalls besser als Belag nach dem Ofen. Ich verteile ihn locker auf der heißen Pizza und setze die Burrata in die Mitte, damit jeder Bissen salzige, würzige und cremige Noten verbindet.

Gemüse und Pesto für eine aromatische Variante

Gegrillte Zucchini, Artischocken, Ofentomaten oder Auberginen bringen Röstaromen und funktionieren besonders gut auf einer weißen Pizza ohne Tomatensauce. Pesto verwende ich sparsam, meistens reichen ein bis zwei Teelöffel pro Pizza. Zu viel Öl macht den Belag schnell dominant und erschwert das Schneiden.

Belag Was ihn auszeichnet Wann er auf die Pizza kommt
Tomatensauce und Basilikum Frisch, säuerlich und ausgewogen Sauce vor dem Backen, Basilikum danach
Rucola und Prosciutto Würzig, salzig und leicht bitter Beides nach dem Backen
Geröstete Aubergine Kräftig und leicht rauchig Aubergine vor oder nach dem Backen
Pesto und Kirschtomaten Kräutrig und aromatisch Tomaten vor, Pesto danach

Mein Grundrezept für eine Pizza mit Burrata

Für eine runde Pizza mit etwa 30 cm Durchmesser arbeite ich mit einem Teig, der nicht zu weich ist. So hält er die cremige Füllung aus, ohne in der Mitte durchzuhängen. Die folgende Menge ergibt eine große Pizza und lässt sich problemlos verdoppeln.

Zutat Menge
Weizenmehl Type Tipo 00 oder Type 550 250 g
Wasser 165 g
Salz 6 g
Frische Hefe 1 g
Passierte Tomaten 70 bis 80 g
Burrata 100 bis 125 g
Olivenöl 1 Esslöffel

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Teig und Belag vorbereiten

  1. Mehl, Wasser und Hefe vermischen. Nach etwa 10 Minuten Salz einkneten und den Teig so lange bearbeiten, bis er glatt und elastisch ist.
  2. Den Teig abgedeckt gehen lassen. Bei Raumtemperatur reichen 3 bis 4 Stunden. Noch aromatischer wird er nach 18 bis 24 Stunden im Kühlschrank und einer anschließenden Aufwärmzeit von 2 bis 3 Stunden.
  3. Den Backofen mit Pizzastahl, Pizzastein oder einem umgedrehten Backblech auf höchster Stufe vorheizen. Ich warte mindestens 45 Minuten, bei einem dicken Stein eher länger.
  4. Den Teig vorsichtig auf etwa 30 cm ausziehen. Die Luft im Rand lasse ich möglichst im Teig, damit ein lockerer Cornicione entsteht.
  5. Tomatensauce dünn verstreichen und die Pizza mit etwas Olivenöl in den heißen Ofen schieben.
  6. Je nach Ofen 5 bis 9 Minuten backen, bis der Rand deutlich gebräunt ist und der Boden knusprig wirkt.
  7. Die Burrata abtropfen lassen, in Stücke zupfen und auf der heißen Pizza verteilen. Mit Basilikum, Olivenöl und schwarzem Pfeffer abschließen.

Die Burrata sollte nicht eiskalt aus dem Kühlschrank kommen. Ich stelle sie etwa 20 bis 30 Minuten vor dem Servieren heraus, halte sie aber bis dahin gekühlt und beachte die Angaben auf der Verpackung. So ist der Temperaturunterschied zur Pizza angenehm, ohne dass der Käse an Frische verliert.

Haushaltsbackofen oder Pizzaofen

Die Unterschiede liegen weniger im Rezept als in der Hitze. Ein Pizzaofen backt den Teig in sehr kurzer Zeit und entwickelt einen kräftig aufgeblähten Rand. Im Haushaltsbackofen dauert es länger, deshalb muss ich besonders darauf achten, die Sauce dünn aufzutragen und feuchte Zutaten gut abtropfen zu lassen.

Haushaltsbackofen Pizzaofen
Temperatur 250 bis 300 °C, je nach Gerät etwa 400 bis 450 °C
Backzeit 5 bis 9 Minuten 60 bis 120 Sekunden
Geeignete Unterlage Stahl oder gut vorgeheizter Stein Heißer Schamott- oder Backstein
Wichtigster Punkt Lange Vorheizzeit und wenig Flüssigkeit Pizza regelmäßig drehen

Wer keinen Pizzastahl besitzt, kann mit einem vorgeheizten Backblech arbeiten. Das Ergebnis wird meist etwas weniger kross, aber mit einem dünn ausgezogenen Teig trotzdem überzeugend. Für mich macht ein Stahl den größeren Unterschied als ein besonders ausgefallener Belag.

Diese Fehler machen den Boden weich

  • Die Burrata mitbacken: Die Sahnefüllung verliert ihre Struktur und kann Wasser auf dem Teig hinterlassen.
  • Zu viel Sauce verwenden: Eine dünne Schicht genügt. Dicke Sauce verlängert die Backzeit und verhindert einen knusprigen Boden.
  • Burrata nicht abtropfen lassen: Überschüssige Flüssigkeit sollte vor dem Zupfen kurz ablaufen.
  • Zu viele Zutaten stapeln: Auf einer 30-cm-Pizza reichen meist drei bis fünf Hauptzutaten. Weniger bringt hier mehr Klarheit.
  • Zu früh schneiden: Eine Minute Ruhezeit genügt, damit sich die cremige Mitte verteilt und nicht sofort vom Rand läuft.

Ein weiterer typischer Fehler ist die falsche Erwartung an die Käsemenge. Eine ganze 150- bis 200-g-Kugel wirkt zwar eindrucksvoll, macht die Pizza aber schnell schwer. Ich bevorzuge 100 bis 125 g und ergänze lieber etwas Pfeffer, Zitronenabrieb oder frische Kräuter.

Was dazu passt und wann die Pizza am besten schmeckt

Die cremige Pizza verträgt frische Begleiter. Ein kleiner Salat mit Fenchel, Radicchio oder bitteren Blättern bringt Spannung auf den Teller. Beim Wein greife ich zu einem trockenen Weißwein mit guter Säure, etwa Vermentino, Verdicchio oder einem leichten Pinot Grigio. Auch ein trockener Franciacorta funktioniert, wenn die Pizza als besonderer Abendimbiss gedacht ist.

Serviert werden sollte sie direkt nach dem Belegen. Die Kombination aus heißem, knusprigem Teig und kühler, weicher Burrata ist der eigentliche Reiz dieses Gerichts. Wird die Pizza lange warmgehalten, verliert der Boden seine Spannung und die Füllung wird zunehmend flüssig.

Der letzte Handgriff entscheidet über den Genuss

Ich behandle Burrata auf Pizza nicht als gewöhnlichen Ofenkäse, sondern als cremigen Abschluss. Eine kräftige Kruste, wenig Sauce, ein klarer Kontrast aus Säure und Salz und das Auflegen erst nach dem Backen bringen zuverlässig das beste Ergebnis.

Wer diese Reihenfolge beibehält, kann beim Belag ruhig experimentieren. Tomate und Basilikum sind der sichere Einstieg, geröstetes Gemüse und Pesto wirken raffinierter, und Prosciutto oder Rucola geben der fertigen Pizza zusätzliche Tiefe.

Häufig gestellte Fragen

Burrata kommt erst nach dem Backen auf die heiße Pizza. Die Restwärme macht sie weich, ohne die cremige Füllung vollständig zu verflüssigen oder den Boden unnötig feucht zu machen. Vor dem Auflegen sollte sie abgetropft und in Stücke gezupft werden.
Für eine 30-cm-Pizza reichen meist 100 bis 125 g Burrata. Eine Menge von 150 bis 200 g macht die Pizza schnell schwer. Die Burrata sollte etwa 20 bis 30 Minuten vor dem Servieren aus dem Kühlschrank genommen werden, dabei aber bis dahin gekühlt bleiben.
Ein Pizzastahl oder Pizzastein sollte mindestens 45 Minuten vorheizen, bei einem dicken Stein auch länger. Im Haushaltsbackofen wird die Pizza je nach Gerät bei 250 bis 300 °C etwa 5 bis 9 Minuten gebacken. Ein Pizzaofen erreicht ungefähr 400 bis 450 °C und benötigt meist nur 60 bis 120 Sekunden.
Tomatensauce kommt vor dem Backen auf den Teig, während Basilikum, Rucola und Prosciutto danach ergänzt werden. Auch geröstete Zucchini, Artischocken, Ofentomaten, Auberginen und wenig Pesto passen gut. Für eine 30-cm-Pizza genügen bei sehr saftigen Tomaten etwa 70 bis 80 g Sauce.
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Autor Tina Oswald
Tina Oswald
Ich bin Tina Oswald und meine Leidenschaft für die italienische Küche, erlesene Weine und den Aperitivo begleitet mich nun seit 14 Jahren. In dieser Zeit habe ich tiefere Einblicke in die Vielfalt und die Traditionen Italiens gewonnen und es ist mir eine Freude, dieses Wissen auf ristorante-aldente-nuovo.de mit Ihnen zu teilen. Mein Ziel ist es, Ihnen die authentischen Aromen und die Lebensfreude Italiens näherzubringen, indem ich Ihnen verständliche und nützliche Informationen präsentiere. Ich lege Wert darauf, meine Beiträge sorgfältig zu recherchieren und die oft komplexen Themen rund um Wein und Kulinarik so aufzubereiten, dass sie für jeden zugänglich sind.
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